Kreiszeit

November ist es geworden und das Jahr neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu. Nachdem der beginnende Herbst der durstenden Erde endlich wieder Wasser spendete und die Pflanzenwelt noch einmal kräftig grünte wie im Frühjahr, fallen jetzt leise die gelben Blätter, und plötzlich ragen wieder kahle Äste in die Himmel. Wie in jedem Jahr wieder erlebte ich intensiv die Schwelle des unaufhaltsamen Vergehens und die Sinnlosigkeit jeglichen Widerstands gegen das große Sterben. Die Natur unserer gemäßigten Breiten lehrt uns inmnmer wieder aufs Neue diesen initiatischen Kreislauf von geboren werden, heranwachsen, entfalten, blühen, reifen und absterben. Diese Naturgesetze sind Gesetze des Lebens. Und wir sind Natur.

Warum also fällt es uns so schwer, diese Gesetze anzuerkennen? Warum trachtet der Mensch danach, die Naturgesetze zu überwinden? Sich frei zu machen von der großen Mutter, von der urweiblichen Kraft der Erde und ihrer Kreisläufe?

Für mich ist das Ausdruck der andauernden Verleugnung der weiblichen Kraft

 

Gespannte Zeiten - spannend könnte man sie nennen, wenn man selbst gut auf dem Boden steht und die Kraft ganz bei sich hält. Aber viele Menschen, die ich aktuell treffe, haben spürbar Angst. Angst vor dem Unbekannten, vor Veränderungen, es herrscht Ungewissheit, und angesichts der andauernden Hiobsbotschaften aus der großen Weltpolitik ist das nachvollziehbar. Wettercapriolen, Corona, Krieg, Inflation, beginnende Versorgungsschwierigkeiten, Energieknappheit - kaum ein Gebiet unseres Lebens ist ausgelassen derzeit, und langsam kommt die Krise vor unsere Haustüren.

Säulen des Lebens

In der Psychologie heißt es, unser Leben steht auf drei Säulen: Geld (Beruf & materielle Versorgung), Heimat (Zuhause & Wohnen), und Beziehung und Freundschaften. Wenn eine der Säulen wackelt, ist man in einer Krise, bei zwei wackelnden Säulen handelt es sich um eine starke Krise, bei dreien... nun ja, da wird es essentiell. Gesamtgesellschaftlich gesehen sind die ersten beiden Säulen massiv am Wackeln, aber Corona hat ja bereits auch Gräben quer durch viele Familien und Freundschaften gezogen.

Krise mit Ansage

Nun ist diese Krise eine Krise mit Ansage.

Liebe Interessierte, Freunde, Menschen,

weiter träumen, immer weiter träumen... und das heißt nicht, diese Welt zu fliehen und sich in andere Ebenen zurückzuziehen, sondern den eigenen persönlichen Traum zu erinnern, zu halten und ihm zu folgen. Nu rwer sich selbst als Träumer erkennt, wer seinen eigenen Traum, den Heiligen Traum seines Herzens erinnert und ihn Schritt für Schritt ins Licht des Bewusstseins und in die konkrete Umsetzung der dreidimensionalen Manifestation unserer Erde hebt, fällt nicht der ständig zunehmenden Manipulation der Weltbildpräger und Propagandisten anheim.

Bestimme dein Leben, sonst bestimmen ganz schnell andere dein Leben!

Deinen Traum zu kennen und immer mehr zu folgen ist Graswurzelrevolution, ist der Weg in deine Freiheit - nicht Freiheit von, sondern Freiheit für: damit immer mehr Menschen ihre Vision ihres Lebens dem allgemeinen Wahnsinn, der uns als Normalität verkauft wird, entgegensetzen. Selbständig und selbstbewusst leben, nicht der Ohnmacht erliegen, sondern sich seiner eigenen Schöpferkraft bewusst werden. Das braucht Übung und Training, permanente Erinnerung und Spiegelung, Mitstreiter und Verbündete - und derer gibt es viele da draußen!

So lasst uns - gerade jetzt! - immer wieder im Kreis verbinden und uns in der Erinnerung stärken, wofür es lohnt zu leben: für Gemeinschaft, für Miteinander, für diese wunderbare Erde, für die Liebe zu uns selbst, zu anderen, den Kindern dieser Erde und allem Leben!

"One Dreamer is worth a thousand Warriors."

Langsam, langsam wird es Zeit, sich vom Sommer zu erabschieden. Und das ist durchaus doppeldeutig gemeint.

Draußen neigt sich der jahreszeitliche Sommer in seine Schwere hinein, wir dürfen die Fülle der Natur abernten, so wie sie eben ist von Jahr zu Jahr, mal mehr, mal weniger, und unsere Vorratskammern füllen in Dankbarkeit.

Der große Westdurchgang

Und auch draußen, im "anderen" Draußen, neigt sich der Sommer unserer Gesellschaft in einen Herbst hinein, den wir gesellschaftlich seit Jahrzehnten verweigern.

Das Grundaxiom des Kapitalismus ist ewiges Wachstum - alleine das schon ein Hinweis auf die Entfremdung unserer Lebensweise von den Gesetzen der Natur.

Es gibt kein ewiges Wachstum,

 

Obwohl die Welt gerade weder völlig verrückt zu drehen scheint, bewegt sich draußen das Rad der Jahreszeiten zuverlässig weiter, stoisch und unbeeindruckt von den Ekapaden der Menschen. Unübersehbar wird es wieder einmal Frühling, es erblüht und grünt, die Lebenskräfte der aufbrechenden Natur erinnern uns wieder einmal daran, dass das Leben unausweichlich immer weiter geht, dass alles in stetiger Veränderung ist und nichts bleibt, wie es ist.

Angst!

Mir tut das unbeschreiblich gut gerade, als Gegensatz zu den Schrecken der täglichen Nachrichten, die fast nahtlos von "Corona - wir werden alle sterben" auf "Ukraine - wir werden alle sterben" umgeschwenkt haben. Der alles umspannende Nenner ist dabei immer: wir sollen, wir müssen alle Angst haben! Was aber macht diese erzeugte Angst mit uns? Angst macht eng und klein, Angst schwächt, macht anfällig für Krankheiten, Angst nimmt uns unsere Eigenständigkeit, unsere Kraft, und - unsere Selbstbestimmung. Denn was außer der Angst der Menschen gibt den jeweils herrschenden Strukturen die scheinbare Berechtigung und auch die Freiheit, über Menschen zu schalten und zu walten wie sie wollen. Das gilt von kleinen Strukturen angefangen, Familien, hierarchischen Arbeitsstrukturen, bis zu den großen gesellschaftlich und politisch gestaltenden Kräften.

Also: wo hast du Angst? Wovor hast du Angst? Wo hast du Einfalltore, in die andere ihre Lösungen in das Selbstbestimmungsloch hinein durchsetzen, das die Angst in dir erzeugt?

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein neues Jahr ist angebrochen inmitten dieser größten Transformationszeit, die wir alle wohl jemals erlebt haben. Was wird es uns bringen, dieses 2022? Werden wir weiter gehen auf diesem Weg, der uns mit nie gedachten Vorschriften, unsinnigen Gesetzen, Einengungen persönlicher Freiheit, Abbau von Demokratie, dem angekündigten Verschwinden roter Linien, mit Denkverboten, öffentlichen Anprangerungen und Ausgrenzung von anderen, "falschen" Meinungen konfrontiert?

Besinnen

Oder werden mehr und mehr Menschen sich besinnen auf wahre Werte, auf Menschlichkeit, Freiheit, Miteinander, auf das Überwinden des großen gesellschaftlichen Grabens, der sich aufgetan hat? Werden wir mehr und mehr erwachen und unsere menschlichen Geburtsrechte einfordern nach weniger Staat und mehr Gemeinschaft, auf mehr Selbstbestimmung und Möglichkeiten auf diesem wunderbaren Planeten, auf die Entfaltung all unserer Kreativität und heiligen Träume, auf echte Gerechtigkeit, natürliche Ökologie, und echte Freiheit?

Und wo stehst du, am Anfang dieses Jahres?

Wir gehen durch eine dunkle Zeit.

November war´s, Dezember wird´s. Licht ist Mangelware, die Tage sind kurz und trübe, winterliches Schneegestöber hier schon seit Tagen. Zeit sich einzuigeln, Kerzen anzuzünden, Tee zu trinken und den Ofen zu schüren, der warm und gemütlich bollert. Zeit, langsamer zu machen, nachzuspüren, nachzudenken. Früher wurde diese Jahreszeit mal "staade Zeit" genannt. Dunkelzeit, Innenschau, Reflektion, Abschluß. Und Vorbereitung auf die Neugeburt des Lichts, auf das neue Sonnenjahr, einen neuen Zyklus des Lebens im Jahreskreis, der bald beginnt. Wie ist deine Stille Zeit?

Wir gehen durch eine dunkle Zeit.

Zeit der großen Lügen, von Propaganda, Zensur und Hetze. Ein großer Graben tut sich auf in Deutschland, Ungeimpfte werden beschimpft, ausgegrenzt, ihre Kontakte verboten, sie dürfen keine Geschäfte betreten, nicht an Veranstaltungen teilnehmen, nicht essen gehen, und müssen nachts zuhause bleiben - Ausgangssperre!

Am 3./4. August war ich eingeladen, beim einwöchigen Lebenslust-Festival beim Atemhaus Hubertus in der Oberpfalz eine Schwitzhütte zu bauen und zu leiten. Mit über 20 Menschen war das eine der größten heilsamen Kreise dieses Jahres - es war mir eine Freude! Danke Dafür!

Ein Filmer hat Aufnahmen zusammengeschnitten und einen wunderschönen, sehenswerten fünfminütigen Film daraus gemacht, den ich hier gerne mit euch teile. Die Schwitzhütte beginnt ab 1:56min.

 


 

Liebe Freundinnen und Freunde,

so viel ist gesagt und geschrieben über diese herausfordernde Zeit, den Wandel, das Vergehen des Alten (was noch lange nicht abgeschlossen ist) und das Kommen des Neuen (was noch lange nicht geboren ist). Wir sind mittendrin im Wechsel, in der Veränderung, im Chaos, im Sturm, Wind of Change, in der Reinigung, fordernd, stark, wild, verunsichernd. Die Sommermonate laden uns zum Glück neben all den intensiven Ereignissen, die man kaum aufreihen kann, so viele sind es, auch die Gelegenheit, aufzutanken, uns wieder zu bewegen, zu spüren, und vor allem zu treffen, einen Hauch von "Normalität" - was auch immer das eigentlich ist - zu erleben.

Wir brauchen einander

Und vielleicht merkst du, wie gut es tut, sich zu begegnen, zu zweien, zu mehreren, im Kreis. Bei unseren letzten Veranstaltungen waren wir fast ungläubig, wie gut es sich anfühlt, ganz einfach mit Menschen zusammenzusitzen, Mahlzeiten zu teilen, sich auszutauschen, die Sonne zu genießen, die ganz einfachen Dinge waren es, die uns berührten, und dann natürlich tief einzutauchen in zeremonielle Räume, Musik, Tanz, Schwitzhütten, Sharings, Wissen. Und ein ganz einfacher Satz schwingt immer wieder in mir: Wir brauchen einander.

In herausfordernden Zeiten stehen wir an einer besonderen Schwelle. Neues wird geboren, während das Alte noch mit aller Macht und Gewalt um sein Überleben ringt. Wir sind Zeuge einer historischen Auseinandersetzung von Kräften, die auf der einen Seite eigennützig die globale Menschheit immer mehr kontrollieren, einschränken, bestimmen und versklaven wollen, auf der anderen Seite immer mehr Menschen, die sich rückbesinnen auf die großen Ideale und Visionen des eigentlichen Menschseins. Aber aufgepasst: nicht überall, wo Vision und Mensch drauf steht, ist auch Menschsein drin! ;-)

Systemisches Stellen, bei Bad Königshofen/Grabfeld, 7.12.

Wintersonnwend-Schwitzhütte, Nähe Bamberg,  21./22.12.

RauhnachtZeit, bei Gerabronn, 28.12.-1.1.23

Das Wilde & das Sanfte - SW, Männerzyklus, Nähe Würzburg, 27.-29.1.23

 

Donnerseele - Video zum Buch

Das Video zum Buch "Donnerseele - Eine Reise zu den männlichen Archetypen", ARUN Verlag

Die Schwitzhütte – Herkunft, Bau & Ritual, Gerhard Popfinger, ARUN Verlag, 2. Auflage 2022, 24,95€

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