Kreiszeit

Liebe Freunde, liebe Newsletter-Empfänger,

der Sommer hat begonnen - komischerweise, wie ich finde, immer dann, wenn die Tage schon wieder kürzer werden. Die Sommersonnwende liegt hinter uns, Reife fällt früh in diesem Jahr übers Land, schon fahren die Mähdrescher, und der Frühaufsteher hat es vielleicht bemerkt, dass der Morgengesang der Vögel, die endlosen, melodischen Balzlieder, schon verschwunden sind: mit ein paar Piepsern begeben sich die Geflügelten jetzt auf Futtersuche.

Von Wärmerekord zu Wärmerekord hangle ich mich in meinem kleinen Gärtchen am Austrocknen entlang - so viel kann ich gar nicht gießen, was die Erde bräuchte. Der Wert des Wassers, der wunderbare Regen, der die letzten drei Monate hier bei uns bis auf zwei oder drei mal (!) ausblieb, dringt ganz neu in mein Bewusstsein. Wasser, das das Leben netzt, Prozesse ins Fließen bringt, die feurige Glut der Sommersonne abmildert, Pflanze, Tier und Mensch an den ewigen Kreislauf des Lebens anbindet.

Wenn unser Wasserelement in den Zeremonien beginnt zu fließen, binden auch wir Menschen uns wieder an den Kreislauf des Lebens an, der zuvor oft ins Stocken geraten war. Feststeckende Emotionen, die sich lösen, bringen Lebendigkeit zurück, auch wenn es die unangenehmen Gefühle sind, die wir oft halten und unterdrücken. Welle um Welle durchfließen uns die Gefühle des Lebens, bewegen uns, berühren uns, lassen manchmal wirklich Wasser aus den Augen fließen, reinigen uns und erzählen uns von der Vielfalt, von der Veränderung, vom Unkontrollierbaren und der Hingabe.

Es gibt einen recht bekannten Text, der den Hopi Indianern zugeschrieben wird, der mir dabei wieder einfällt:

An meine Gefährten, die mit mir schwimmen!

Da ist ein Fluß, der fließt jetzt sehr schnell.
Er ist so mächtig und reißend, daß einige Angst haben werden.

Sie werden versuchen sich am Ufer festzuhalten und werden fühlen, daß Sie zerrissen werden.
Und Sie werden beträchtlich leiden.

Wisse, daß der Fluß seine Bestimmung hat.
Die Ältesten sagen, wir müssen vom Ufer loslassen und in die Mitte des Flusses stoßen, unsere Augen offenhalten und unsere Köpfe über dem Wasser.

Und Sie sagen: Schaue, wer da mit Dir ist und feiere. In dieser Zeit der Geschichte dürfen wir nichts persönlich nehmen, am allerwenigsten uns selbst.
Denn in dem Moment wo wir dies tun, kommt unser inneres Wachstum und unsere Reise zum Stillstand.

Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei.

Kommt zusammen, verbannt das Wort "Mühsal" aus Eurer Haltung und Eurem Vokabular.
Alles was wir jetzt tun, muss auf eine heilige Art und Weise getan werden und im Feiern.

Wir sind die, auf die wir gewartet haben.

Oraibi, Arizona
Hopi Nation

Mit herzlichen Grüßen

Gerhard WalkingMirror & Ulfhild FeuerPferd Träumerin

 mit Ulfhild
 
 Terminvereinbarung unter
 09763-619 91 59
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